KPMG-Studie: Repowering mit großem Ertragspotenzial
Energie-Einsparziele der Bundesregierung durch Ersatz älterer Windenergieanlagen erreichbar
Berlin, 11. März 2009. Das politische Ziel der Bundesregierung, dass bis zum Jahr 2020 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 28.000 Megawatt (MW) auf dem Festland installiert sein sollen, ist aus wirtschaftlicher Sicht erreichbar, sofern ältere Anlagen durch leistungsstärkere ersetzt werden (Repowering).
Voraussetzung ist allerdings, dass die zulässige Gesamthöhe der Anlagen dabei nicht beschränkt wird.
Der Ausbau der Windenergie spielt für die Erreichung des Ziels der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 mindestens 30 Prozent des Strombedarfs über erneuerbare Energien zu decken, eine zentrale Rolle. Da die attraktivsten Flächen für die Windenergie vielerorts bereits bebaut sind, kommt dabei dem Ersatz älterer Anlagen durch moderne leistungsstarke eine besondere Bedeutung zu.
Wie die KPMG-Szenarioanalysen zeigen, würde sich in Deutschland bei einem Repowering ohne Einschränkung der zulässigen Gesamthöhe bis zum Jahr 2020 eine potenzielle installierte Gesamtleistung von rund 30.990 MW ergeben. Dieser wirtschaftlich umsetzbare Wert liegt 2.990 MW über dem politisch erklärten Ziel von 28.000 MW.
Karsten Schulze, Senior Manager im Bereich Energy & Natural Resources bei KPMG: "Das Repowering stellt eine wichtige Option für die Erreichung der Ausbauziele für erneuerbare Energien der Bundesregierung dar. Obwohl durch das zum 1. Januar 2009 in Kraft getretene Erneuerbare Energien-Gesetz attraktivere Rahmenbedingungen für das Repowering geschaffen wurden, lassen sich bei einer Höhenbeschränkung der Windkraftanlagen auf 100 m auch unter den neuen Vergütungsregelungen kaum Projekte wirtschaftlich umsetzen."
Derzeit typischer Weise installierte Anlagen erreichen bei einer Leistungsklasse von 2 MW Jahreserträge von 5-6 Mio. kWh pro Jahr am Referenzstandort. Neue Anlagen kommen auf eine Leistung von bis zu 6 MW und mehr als 12 Mio. kWh pro Jahr. Dies verdeutlicht die Ertragspotenziale, die im Repowering liegen.
Die KPMG-Studie zeigt den enormen Einfluss der Gesamthöhe der Anlagen auf die Wirtschaftlichkeit von Repowering-Projekten. Karsten Schulze: "Sollte ein umfassendes Repowering ausbleiben, ist es allerdings auch möglich, dass bis zum Jahr 2020 die hierzulande installierter Leistung um rund 6.000 MW sinkt."
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Thomas Blees
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Onshore-Windenergie - Repowering-Potenziale in Deutschland
Bis 2020 sollen nach den Zielen der Bundesregierung Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 28.000 Megawatt auf dem Festland installiert sein. Die KPMG-Studie zeigt: Dieses Ziel ist erreichbar, wenn die Möglichkeiten des Repowering konsequent genutzt werden.
Datum: 01.03.2009 | Größe: 581,54kB




