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Automobil-Umfrage: Produktvielfalt bei Pkw-Modellen sorgt nicht selbstverständlich für Gewinne

Berlin, 10.09.2009. Die Entwicklung von immer mehr neuen Fahrzeugmodellen und -varianten sorgt nach Überzeugung der meisten Autohersteller keineswegs automatisch für mehr Gewinn, sondern in erster Linie für zufriedenere Kunden und wachsende Marktanteile. Das hat eine KPMG-Umfrage unter 83 Kfz-Herstellern und -zulieferern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland ergeben.

So gelingt es nicht einmal jedem zweiten Hersteller, durch eine Ausweitung seiner Modellpalette die Profitabilität zu steigern (46 Prozent). Im Gegenteil: 53 Prozent sagen, dass dadurch vor allem die Kosten innerhalb der Wertschöpfungskette zunehmen. Nur ein Drittel der befragten Hersteller gibt an, dass sich durch mehr Produktvielfalt auch höhere Preise erzielen lassen Was haben Autokonzerne davon, dass sie beispielsweise in Deutschland 192 Varianten des Audi A3 anbieten, 86 verschiedene Ausprägungen des VW Polo, 34 unterschiedlich gestaltete Toyota Yaris und 21 Varianten des Renault Espace?

Ergebnis der KPMG-Umfrage: Aus Sicht der meisten Hersteller gelingt es auf diese Weise vor allem, den eigenen Marktanteil auszubauen (74 Prozent) und die Vorstellungen der Kunden zu erfüllen (71 Prozent). Getrieben wird die Produktvielfalt nach Überzeugung von 72 Prozent aller Fachleute „ausschließlich" oder „eher" von den Herstellern als von den Zulieferern. Dabei sind es meist die Zulieferer, die die Kosten schultern müssen. Diese wiederum schätzen in erster Linie die Möglichkeit als vorteilhaft ein, sich durch zusätzliche Modellvarianten spezialisieren und neue Entwicklungsbereiche erschließen zu können (63 bzw. 61 Prozent).

Dieter Becker, Managing Partner und Head of Automotive bei KPMG: "Die Entwicklung neuer Modellvarianten erfolgt häufig nicht etwa, weil es Profit bringt, sondern weil sich die Hersteller mehr oder weniger von ihren Kunden dazu gedrängt sehen. Da könnte die provokante Frage gestattet sein, wie wirtschaftlich sinnvoll die immer weitere Ausdehnung der Produktvielfalt ist. Man muss nicht buchstäblich um jeden Preis alles daran setzen, immer weitere Marktnischen zu erobern. Unseres Erachtens gehört dieser Teil des Geschäftsmodells auf den Prüfstand. Alternativ könnten die Hersteller sich darauf beschränken, nur in einzelnen Segmenten ein breiteres Angebot bereit zu halten und die Kunden dafür mehr bezahlen zu lassen. Zulieferer wiederum könnten überlegen, Innovationen und damit die Produktvielfalt selbst stärker voranzutreiben. Dadurch würden sie ihre Geschäftsbeziehungen intensivieren und es käme zu mehr Wettbewerb um das, was der Markt wirklich verlangt. Die Hersteller müssten dann zwar das Vermarktungsrisiko tragen, könnten sich dieses dann aber wiederum auch in Form höherer Preise von ihren Kunden bezahlen lassen."

Pressekontakt:
KPMG AG
Marita Reuter/Thomas Blees

T +49 30 20 68-11 18
F +49 30 20 68-11 48
mreuter@kpmg.com / tblees@kpmg.com
http://www.kpmg.de/

 

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Automotive Product Diversity: Not for Profit?

Die Studie zur Produktvielfalt basiert auf einer Umfrage unter 83 Kfz-Herstellern und -zulieferern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland. Die Standpunkte der befragten Experten, vorallem zu den Auswirkungen der Produktvielfalt auf die Wertschöpfungskette, erhalten besondere Beachtung.

Datum: 01.08.2009 | Größe: 732,47kB

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