Neuer Weg zum Wirtschaftsprüfer: „Big 4" starten gemeinsame Ausbildungsinitiative
Deloitte, Ernst & Young, KPMG und PricewaterhouseCoopers arbeiten bei Nachwuchsqualifizierung erstmals zusammen / Berufsbegleitender Masterstudiengang als neuer, attraktiver Ausbildungsweg
Berlin/Frankfurt am Main, 24.03.2010. Die vier weltweit führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Deloitte, Ernst & Young, KPMG und PricewaterhouseCoopers eröffnen angehenden Wirtschaftsprüfern eine weitere attraktive Ausbildungsperspektive. Künftig wollen die "Big 4" ihren Nachwuchskräften in Deutschland einen einheitlichen, berufsbegleitenden Masterstudiengang anbieten. Dieser soll die eigenen Ausbildungsprogramme der Gesellschaften ergänzen. Studierende sollen nicht nur vom hohen Qualitätsstandard des Masterstudiengangs profitieren, sondern auch von einer Anrechnung ihrer Studienleistungen auf das Wirtschaftsprüfer-Examen. Hochschulen, die den berufsbegleitenden Masterstudiengang ab 2012 zusammen mit den "Big 4" anbieten wollen, können sich ab April 2010 für das Programm bewerben.
Mit dem gemeinsamen Ausbildungsangebot reagieren die "Big 4" auf die durch den Bologna-Prozess gesetzten Rahmenbedingungen und erste Erfahrungen mit Bachelor-Absolventen. "Mit dem Bachelor ist die Qualifikation der Bewerber deutlich heterogener geworden. Der von uns gemeinsam mit Hochschullehrern entwickelte berufsbegleitende Masterstudiengang bietet unserem Nachwuchs eine strukturierte, praxisorientierte und zukunftsweisende Ausbildung", betont Marius Möller, Personalvorstand von PricewaterhouseCoopers. "Der berufsbegleitende Masterstudiengang verkürzt nicht nur die Ausbildungsdauer, sondern wir rechnen auch mit einer deutlich höhere Erfolgsquote", ergänzt Matthias Wehling, Mitglied der Geschäftsführung von Ernst & Young.
Das Studienangebot richtet sich an Bachelor-Absolventen, die nach ihrem Studium bereits Berufserfahrung bei einer der vier Wirtschaftsprüfungsgesellschaften gesammelt haben. Über die Zulassung zum Masterstudiengang entscheiden ein unternehmensinternes Auswahlverfahren sowie Eingangsklausuren der Hochschulen.
Studium und Beruf im Einklang
Ein wesentliches Merkmal des Programms ist die optimale Verzahnung von Studium und Beruf. Das Studium selbst folgt einem Blockmodell, in dem Studien- und Praxisphasen alternieren. Damit ist die optimale Einbindung der Studierenden ins Unternehmen gewährleistet. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass hinreichend Studienzeit zur Verfügung steht.
"Inhaltlich orientiert sich der Masterstudiengang am Referenzrahmen der Wirtschaftsprüferkammer. Ein Repetitorium zur Examensvorbereitung ist integraler Bestandteil des Studiums, so dass die optimale Vorbereitung auf das Wirtschaftsprüferexamen gewährleistet ist", erläutert KPMG-Personalvorstand Wolfgang Zieren. Darüber hinaus sorgen Elemente wie die Einbindung von Referenten aus dem Ausland, die Vermittlung geeigneter Lerninhalte in englischer Sprache sowie das gezielte Training von Soft Skills für die Verknüpfung von theoretischem Wissen und Berufspraxis.
Die Zahl der von den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften geförderten Studienplätze ist an den jeweiligen Personalbedarf geknüpft. „Mit dem Angebot eines Masterstudienplatzes zeigen wir Absolventen und Mitarbeitern, dass wir daran interessiert sind, sie auch über ihr Wirtschaftsprüferexamen hinaus im Unternehmen zu halten", betont Dieter Schlereth, Talent Leader von Deloitte.
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