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KPMG-Umfrage: Nachfrage nach Hedgefonds schwächt sich ab

Berlin, 04.07.05. Die Nachfrage nach Hedgefonds als Mittel zur Outperformance wird sich - nach einer enormen Steigerung in der jüngsten Vergangenheit - jetzt abschwächen. Das hat eine von KPMG und dem britischen Marktforschungsunternehmen CREATE durchgeführte Umfrage unter 550 Top-Fondsmanagern in 35 Ländern ergeben, die ein Gesamtvermögen von 23 Billionen US-Dollar verwalten.

Nach Angabe der Fonds-Experten wurde das weltweite Wachstum des Hedgefonds-Sektors durch einen anhaltenden Bärenmarkt und den Zufluss von Top-Talenten begünstigt, denen es gelang, hohe Renditen zu erzielen. Diese Entwicklung sei jedoch durch den starken Zuwachs neu aufgelegter Fonds rückläufig. In den kommenden drei Jahren erwarten die Hedgefondsmanager, dass die durchschnittlichen Gewinne etwas sinken werden. Dennoch gehen mehr als die Hälfte von einer jährlichen Rendite zwischen 11 und 20 Prozent aus.

Nach Ansicht der Befragten wird die nächste Welle neuer Gelder für die Hedgefonds von Pensionsfonds kommen, die bislang eine abwartende Haltung eingenommen haben. Hierbei werden sich die Pensionsfonds in den USA stärker engagieren als ihre Pendants in Europa oder der Asien-Pazifik-Region. Grund dafür seien größere interne Fachkenntnisse und bessere Kontrollmechanismen. Weltweit werden die Allokationen gering bleiben, im Schnitt unter drei Prozent der Gesamtinvestments. Doch allein das Gewicht der neuen Gelder dürfte zu einer weiteren Verbreitung der Hedgefonds führen und die hohen Kosten und Gebühren sinken lassen.

KPMG-Partner Gerold Hornschu: "Die Konturen der Fondsmanagement-Branche werden sich bis 2010 deutlich ändern. Wenn Hedgefonds ihre Einzigartigkeit bewahren wollen, müssen deren Manager laufend neue Wege finden, um hohe Renditen zu erzielen. Wem das nicht gelingt, der dürfte Opfer des eigenen Erfolgs der Branche werden."

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