"2004 war ein gutes Jahr für KPMG"
Umsatz auf 950 Mio. Euro gestiegen - 1.000 neue Mitarbeiter in 2005
Berlin/Frankfurt, 25.01.05. KPMG Deutschland hat im Geschäftsjahr 2004 (1.10.2003 bis 30.09.2004) einen Umsatz von rund 950 Mio. Euro erzielt. Das ist eine Steigerung um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "2004 war ein gutes Jahr für KPMG", so Prof. Dr. Harald Wiedmann, Sprecher des Vorstands von KPMG Deutschland.
Im Geschäftsbereich Audit (Wirtschaftsprüfung) hat KPMG einen Umsatz von 508,5 Mio. Euro erwirtschaftet und damit ungeachtet eines harten Wettbewerbs das Umsatzniveau des Vorjahres noch übertroffen (plus 2,5 Prozent). Dank erfreulicher Mandatsgewinne in den letzten zwei Jahren konnte KPMG die führende Marktposition in der Prüfung von Finanzdienstleistungsunternehmen noch weiter ausbauen. Der Geschäftsbereich Tax (Steuerberatung) hat mit 214,8 Mio. Euro zum Umsatz beigetragen. Trotz eines schwierigen Marktumfelds und erheblicher Unsicherheit im Hinblick auf mögliche regulatorische Veränderungen konnte Tax den Vorjahresumsatz leicht steigern (plus 0,7 Prozent). Der Geschäftsbereich Advisory (Beratungsdienstleistungen) erzielte einen Umsatz von 226,6 Mio. Euro (plus 6 Prozent). In Anlehnung an KPMG International bündelt Advisory die Dienstleistungen der ehemaligen Bereiche Business Services und Financial Advisory Services.
"Spezialisierte Beratungsprojekte wie die Umstellung auf International Financial Reporting Standards (IFRS) oder die Beurteilung von internen Kontrollsystemen in Unternehmen gemäß Sarbanes-Oxley Act werden auch im neuen Geschäftsjahr in erfreulichem Maße zum Umsatz beitragen", ist Harald Wiedmann überzeugt. Einer aktuellen KPMG-Studie zufolge haben vor allem die mittelständischen Unternehmen noch großen Nachholbedarf bei der Umstellung auf IFRS. Und bei den Unternehmen, die die Umstellung schon weitestgehend vollzogen haben, ist zu beobachten, dass sie der Prozessoptimierung im Finanz- und Rechnungswesen erhöhte Aufmerksamkeit widmen.
KPMG rechnet für das Geschäftsjahr 2005 mit einer weiteren deutlichen Steigerung des Umsatzes. "Die ersten Monate geben unseren hohen Erwartungen Auftrieb", so Wiedmann. "In diesem Jahr wollen wir in Deutschland rund 1.000 neue fachliche Mitarbeiter einstellen." Mit einer Personalmarketingkampagne, die Anfang Februar startet, will das Unternehmen gezielt gut ausgebildete und hoch motivierte junge Leute ansprechen.
Qualität und Unabhängigkeit
Maßstab für den Erfolg sind für KPMG international einheitlich hohe Qualitätsstandards und eine strenge Qualitätskontrolle. Die Bereiche Risikomanagement und Professional Practice bilden einen eigenen Vorstandsbereich, der unabhängig von der operativen Prüfungsdurchführung agiert. KPMG hat klare Regeln zur Mandats- und Auftragsannahme definiert. Mit einem IT-gestützten System stellt KPMG weltweit sicher, dass die strengen regulatorischen Auflagen für Prüfungsmandanten bei der Auftragsvergabe und Auftragsannahme eingehalten werden.
Als erste deutsche Prüfungsgesellschaft wurde KPMG im Jahr 2004 vom Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) in den USA anerkannt. KPMG erfüllt damit sämtliche Voraussetzungen für die Prüfung von deutschen Unternehmen, deren Aktien an einer US-Börse gehandelt werden.
Von Anfang an hat KPMG die Reformbemühungen in Deutschland, die das Vertrauen der Anleger in den Kapitalmarkt stärken sollen, aktiv und konstruktiv begleitet, dabei aber zugleich vor Überregulierung gewarnt. Wiedmann: "Es ist eine vernünftige Lösung, dass das zum 1. Januar 2005 in Kraft getretene Bilanzrechtsreformgesetz dem Abschlussprüfer auch künftig die Steuerberatung im weitaus überwiegenden Umfang erlaubt." Die gleichzeitige Steuerberatung durch den Abschlussprüfer erhöhe die Effizienz der Beratung und die Qualität der Prüfung. Wiedmann sieht KPMG "gut gerüstet für einen Qualitätswettbewerb unter veränderten regulatorischen Bedingungen."
Mandantenorientierung und Kundennähe
Die dynamische Veränderung der Marktbedingungen bedeutet für die Mandanten ständig neuen Handlungsbedarf. Wiedmann: "Wir betrachten es als unsere originäre Aufgabe, solche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und innovative Produkte zu entwickeln." KPMG setzt auf fachliche und branchenbezogene Spezialisierung.
Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft ist in Deutschland an über 20 Standorten, aufgeteilt in sechs Regionen, präsent. In jeder Region ist ein Mitglied des Vorstands Ansprechpartner für die Mandanten. Gerade für mittelständische Unternehmer, so die Erfahrung von KPMG, ist eine effiziente Betreuung aus einer Hand ein wichtiges Anliegen.
Know-how-Transfer und Innovationsfähigkeit
"Um die Innovationsfähigkeit unserer Dienstleistungen zu sichern, legen wir großen Wert auf den Know-how-Transfer von der Wissenschaft in unser Unternehmen und auf die permanente Weiterentwicklung von Qualifikationen", so Wiedmann. Ab Spätsommer 2005 bietet KPMG gemeinsam mit der Goethe Business School in Frankfurt einen berufsbegleitenden Studiengang "Master of Finance and Accounting" mit anerkanntem Universitätsabschluss an. Den neuen Studiengang wird das Unternehmen mit rund 250.000 Euro pro Jahr fördern. KPMG-Mitarbeiter sind ehrenamtlich an mehr als 20 Universitäten und Fachhochschulen tätig. Sie übernehmen Lehraufträge und betreuen Diplomarbeiten oder Dissertationen.
In die Aus- und Fortbildung hat KPMG im abgelaufenen Geschäftsjahr 14 Millionen Euro investiert. Der Transfer von internationalem Know-how wird unter anderem dadurch gefördert, dass zurzeit fast 200 deutsche Mitarbeiter in ausländische KPMG-Praxen entsandt sind. Umgekehrt beschäftigt das Unternehmen aktuell rund 400 KPMG-Mitarbeiter aus anderen Ländern.
Soziales und gesellschaftliche Engagement
KPMG übernimmt Verantwortung für die Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen dabei soziales Engagement, Bildung und Wissenschaft, Kunst und Kultur. Für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien hat KPMG eine Mitarbeiter-Spendenaktion ins Leben gerufen. Bis jetzt sind dadurch bereits weit über 300.000 Euro zusammen gekommen. KPMG wird den gesammelten Betrag großzügig verdoppeln; das Geld soll vor allem für Waisenhäuser und den Wiederaufbau von Schulen verwendet werden. Weltweit will KPMG insgesamt rund 6 Mio. US-Dollar für die Menschen in den betroffenen Regionen aufbringen.
KPMG International mit Umsatz von über 13 Mrd. US-Dollar
KPMG International hat im Geschäftsjahr 2004 (1.10.2003 bis 30.09.2004) einen Umsatz von 13,4 Mrd. US-Dollar erzielt. Das entspricht einem Zuwachs von 14,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Mit 6,8 Mrd. US-Dollar wurde gut die Hälfte des weltweiten Umsatzes von KPMG in der EMA-Region (Europa, Naher Osten, Südasien und Afrika) erwirtschaftet, teilte Harald Wiedmann mit, der zugleich EMA-Vorsitzender ist. Auf dem amerikanischen Kontinent kam KPMG auf einen Umsatz von 4,9 Mrd. US-Dollar, in der Region Asien-Pazifik auf 1,7 Mrd. US-Dollar.
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