Gewinner des Klimawandels

Nicht für alle Unternehmen ist der Klimawandel mit Risiken und Kosten verbunden, manche profitieren auch unmittelbar davon -  vor allem Zukunftsbranchen wie erneuerbare Energien, Abfallwirtschaft, Nano- und Biotechnologie.

„Sollen makroökonomisch negative Folgen des Klimawandels verhindert werden, müssen Milliarden in neue Technologien, Prävention, Anpassung und Schutz investiert werden", sagt der Direktor des Hamburgischen Welt-WirtschaftsInstituts Thomas Straubhaar. Davon profitieren Zukunftsbranchen. „Es bedarf neuer Kredit- und Versicherungsinstrumente, um Innovationen zu finanzieren und Risiken zu verteilen", so Straubhaar weiter. „Das ist eine Einladung an mutige Unternehmer und kluge Investoren."

Neue Werkstoffe mit hohem Innovationspotential
Den Trend genutzt hat beispielsweise der Grafithersteller SGL Group. Der Wiesbadener Konzern profitiert auf mehreren Ebenen vom Trend zum Klimaschutz. „Produkte aus Kohlenstoff kommen zum Beispiel in Brennstoffzellen oder Solarpanels zum Einsatz, die wegen steigender Ölpreise und zur Senkung der CO2- Emissionen weltweit zunehmend nachgefragt werden", erklärt der Vorstandsvorsitzende Robert Koehler. „Wir entwickeln Werkstoffe, die Metall ersetzen können, aber leichter sind und damit den Treibstoffverbrauch von Autos und Flugzeugen senken."

Carbon Footprint als wichtiger Ausgangspunkt
Immer mehr Vorstände erkennen den Handlungsbedarf - und fragen, wie sie sich auf die kommende CO2-Gesetzgebung richtig vorbereiten können. „Zuallererst müssen Unternehmen ihren eigenen ,Carbon Footprint' feststellen, um ihre Ausgangssituation zu kennen. Dann können sie sich daranmachen zu schauen, wie sie mit ihren Produkten und Dienstleistungen anderen Unternehmen helfen können, den CO2-Ausstoß zu reduzieren", erklärt Richard Sharman, Leiter des Carbon Advisory-Teams von KPMG.

Auf Basis dieser Analysen können die Auswirkungen von Gesetzen eingeschätzt und alternative Strategien entwickelt werden. Dazu gehört unter anderem der optimale Einsatz der Instrumente, die die EU-Klimaschutzpolitik vorsieht: Emissionsreduzierung, Emissionsrechtehandel und Ausgleichsmaßnahmen (Offsetting).

Finanzielle Auswirkungen mit hohen Volumina
Betroffen sind viele - doch für bestimmte Branchen ist die Klimaschutzproblematik existenziell. So berät das Sustainability-Team von KPMG zurzeit einen großen europäischen Energieversorger bei der Erfüllung seiner Klimaschutzverpflichtungen. „Energieversorger können ihren Emissionsbedarf in der Regel nicht mehr allein mit den ihnen zugeteilten Zertifikaten decken und müssen daher weitere Optionen nutzen", sagt KPMG-Fachmann René Bräunig. „Da es hier um sehr große Volumina geht, sind die finanziellen Auswirkungen strategischer Entscheidungen entsprechend weitreichend."

Lesen Sie, mit  welchen Strategien Unternehmen sich auf den Klimwandel vorbereiten können.

 

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Climate Changes Your Business

Unternehmen sind aufgrund des Klimawandels vielfältigen Risiken ausgesetzt, aber noch nicht richtig auf entsprechende Auswirkungen vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in ihrem Bericht "Climate Changes your Business".

Datum: 01.04.2008

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