KPMG Studie Infrastruktur: Führungskräfte sehen Investitionen in Infrastruktur als Chance für Wachstumsmärkte
Die KPMG Studie „Bridging the Global Infrastructure Gap", erstellt von KPMG International in Kooperation mit der Economist Intelligence Unit, analysiert die Bedeutung lokaler Infrastruktur für Unternehmen.
Die Studie "Bridging the Global Infrastructure Gap" (PDF, 1,2 MB) basiert auf einer Umfrage von 328 Führungskräften weltweit und zeigt dass die BRIC-Staaten, wie Brasilien und Indien, trotz noch vorhandener Rückstande und geringeren Investments während der Finanzkrise gute Zukunftschancen besitzen: Wenn die Länder ihre infrastrukturellen Lücken schließen, eröffnen sie sich neue Chancen auf zusätzliches Wachstum. Laut den Befragten liegen insbesondere im Asien-Pazifik-Raum die größten Wachstumschancen.
90 Prozent der Befragten sehen eine gute Infrastruktur als klaren Standortvorteil für Unternehmensinvestitionen an. Dies bedeutet eine große Chance für die Wachstumsmärkte Brasilien, Russland, China und Indien - denn eine gute Infrastruktur ist Basis für ein weiterhin solides Wirtschaftswachstum. Wirtschaftsfachleute gehen im Falle von Indien etwa nach Schätzungen davon aus, dass die bestehenden Infrastrukturlücken das Land jährlich bis zu 1,5 Prozent seines bereits hohen Wirtschaftswachstum gekostet haben könnte.
Aktuell - in Zeiten der Finanzkrise - ist Wirtschaftswachstum wichtiger denn je. Deshalb sind die Hilfsprogramme der einzelnen Regierungen in Europa und den USA, aber auch in China oder Indien insbesondere auf Infrastrukturinvestitionen ausgerichtet und sollen neue Wachstumsimpulse entfalten.
Des Weiteren gaben die Führungskräfte beider Befragung für die KPMG-Studie an, dass die derzeitige Infrastruktur in ihren Ländern die Wirtschaft bzw. das Wirtschaftswachstum nicht oder kaum fördere: Nur 14 Prozent der Befragten glauben, dass die derzeitige Infrastruktur angemessen sei, um die Wirtschaft zu unterstützen.
Interessanterweise bezeichnen 38 Prozent der Führungskräfte aus Indien und 36 Prozent aus Russland die Infrastruktur als mangelhaft, während dies bei den chinesischen Befragten nur 5 Prozent angeben - China hat damnach in der Wahrnehmung der Befragten eine deutlich bessere Infrastruktur als Russland und Indien.
Ungefähr 9 von 10 Führungskräften sehen deshalb auch die derzeitige Infrastruktur in den Wachstumsmärkten Indien (95 Prozent) und Russland (86 Prozent) als noch unzureichend an, um ein langfristiges Wachstum von Unternehmen zu unterstützen.
Ein besonders drängendes Zukunftsproblem im Infrastrukturbereich ist die Wasseraufbereitung: In Indien leben 16 Prozent der Weltbevölkerung - gleichwohl verfügt das Land aber nur über vier Prozent der weltweiten Wasserreserven. 55 Prozent der Befragten in China geben an, dass hier die notwendigen Investitionen am dringendsten sind. Denn sowohl Indien als auch China sehen sich mit einer starken Wasserverschmutzung konfrontiert.
Bridging the Global Infrastructure Gap: Views from the Executive Suite
Die englischsprachige Studie, erstellt von KPMG International in Kooperation mit der Economist Intelligence Unit, analysiert die Bedeutung lokaler Infrastrukturen für Unternehmen. Befragt wurden 328 Führungskräfte weltweit. Die Studie legt einen besonderen Fokus auf die Entwicklungen in den High Growth Markets. Die Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit von Infrastruktur als Standortvorteil und für unternehmerische Entscheidungen.
Datum: 14.01.2009 | Größe: 893,09kB
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