Ursachen für die unterschiedliche Wirtschaftlichkeit der Trägergruppen

Es gibt Unterschiede in der Wirtschaftlichkeit zwischen den Trägergruppen. Aber wo sind die Ursachen dafür zu finden? Das Krankenhaus-Barometer 2007 des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) zeigt, dass sich die drei Trägergruppen in ihren Unternehmenszielen annähern. Vor allem die Qualität der medizinischen Versorgung wird in den Vordergrund gestellt.

Dabei zeigt sich, dass die Gewinnerzielung bei privaten Krankenhausbetreibern eine wichtigere Rolle einnimmt als bei öffentlichen oder freigemeinnützigen Krankenhausbetreibern. Die Sicherung von Arbeitsplätzen ist hingegen freigemeinnützigen und öffentlichen Krankenhäusern besonders wichtig.

Ständige Prozessoptimierung zur Kostenreduktion
Private Krankenhäuser haben oftmals über den Kapitalmarkt einen schnelleren und flexibleren Zugang zu notwendigen Investitionsmitteln. Krankenhäuser unter öffentlicher Trägerschaft wiederum genießen häufig den Vorteil von günstigen Krediten, wenn der Träger mit seiner Bonität für die Kredite bürgt. Freigemeinnützige Häuser können unter Umständen auf die Vermögen ihrer Stiftungen zurückgreifen.

Ein wesentlicher Faktor ist die ständige Prozessoptimierung im Krankenhaus. Krankenhäuser, die ihre Prozesse immer weiter optimieren, zum Beispiel Case- Management oder klinische Behandlungspfade konsequent einführen, werden effizienter arbeiten als andere Häuser. Effizienzgewinne kann auch die Vernetzung mit anderen Krankenhäusern bringen.

Veränderungsbereitschaft des Managements
Praxisbeispiele zeigen, dass eine moderne, effiziente und wirtschaftliche Krankenhausführung nicht einfach nur von der Trägerart, sondern sehr viel von der Innovationskraft und Veränderungsbereitschaft des Krankenhausmanagements abhängt. Es wird nicht allein an der Trägergruppe liegen, welche Krankenhäuser zukünftig weiter am Markt bleiben. 

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Prof. Dr. Volker Penter

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