Europaparlament verabschiedet EPG-Statut

"Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Europäischen Privatgesellschaft"

Zur Beschlussfassung des Europäischen Parlaments zur Europäischen Privatgesellschaft (EPG) am 10. März 2009 erklärt KPMG-Partner Peter Hommelhoff:

"Das heute vom Europäischen Parlament mit überwältigender Mehrheit angenommene Statut ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg hin zur Europäischen Privatgesellschaft. Die ersten Ergebnisse einer KPMG-Umfrage in den 27 EU-Mitgliedstaaten unterstreichen, dass zwei von drei europäischen Unternehmen (66 Prozent) eine einheitliche Rechtsform insbesondere für mittelständische Gesellschaften wollen. Durch die EPG und die transparenten Konzern- und Gruppenstrukturen auf ihrer Grundlage lassen sich laut KPMG-Umfrage vor allem die laufenden Kosten für Verwaltung und Rechtsberatung in europaweit agierenden Gruppen erheblich senken, aber auch die Gründungskosten für Unternehmen.

Das macht die EPG gerade mit Blick auf die derzeitige Wirtschaftkrise, die zu erheblichen Einsparungen zwingt, zu einer modernen und kostengünstigen Rechtsform mit Zukunft. Insbesondere der nunmehr gefundene Kompromiss zur Mitbestimmung ist ein entscheidender Schritt nach vorne. Auch wenn diese Regelung auf den ersten Blick wenig anwenderfreundlich erscheint, so steckt im Kern der Wunsch aller Beteiligten dahinter, dass die Mitbestimmung der einzelnen Nationalstaaten nicht angetastet werden und somit bei der Entscheidung für eine EPG als neutral eingestuft werden soll. Damit steht einer schnellen Verabschiedung durch den Europäischen Rat nichts mehr im Wege. Ziel muss es ein, dass die EPG den europäischen Unternehmen wie geplant ab Juli 2010 als flexible und kostengünstige Rechtsformalternative zur Verfügung steht."

 

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