Outbound M&A: Asiens Unternehmenslandschaft lässt sich von der Wirtschaftskrise nicht abschrecken

Trotz Wirtschaftskrise prognostizieren Experten einen Anstieg der M&A-Aktivitäten im Asien-Pazifik-Raum. Schwerpunkt asiatischer Investitionen ist vor allem weiterhin der Wachstumsmarkt China. Das von der Rezession betroffene Europa hat nach Ansicht von Investoren aus Asien an Reiz verloren.

Für die KPMG-Studie „Asia Pacific´s New Corporate Landscape: Asian Outbound M&A" wurden 150 mittelständische Unternehmen aus zehn Ländern der Asien-Pazifik-Region nach ihrer Meinung bezüglich M&A-Deals asiatischer Unternehmen in der Region sowie weltweit befragt.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen aufgrund der Wirtschaftskrise erwarten die befragten Unternehmen weiterhin einen Strom an Investitionen asiatischer Unternehmen. Die Studie hebt hervor, dass die derzeitige vorsichtige Stimmung - mehr als der tatsächliche finanzielle Druck - das wichtigste Hindernis für neue Investitionen und Vorhaben in der Region ist. Insbesondere der Mittelstand, der trotz Wirtschaftskrise finanziell noch relativ gut positioniert ist, hofft auf einen Turn-around und einen damit einhergehenden schnellen Aufschwung.

63 Prozent der Befragten erwarten, dass die M&A-Aktivitäten asiatischer Unternehmen in Asien in 2009 steigen werden. Lediglich acht Prozent prognostizieren einen Rückgang.

Als Gründe für diese positiven Erwartungen geben die Experten unter anderem einen Anstieg der Marktanteile und bessere Wachstumsmöglichkeiten in den neuen Märkten an. Auch die sich fortsetzende Expansion der asiatischen Wirtschaft und günstige Entwicklungen einiger nationaler Wechselkurse spielen eine wichtige Rolle. 

Das Land, welches in den Augen der Befragten am aktivsten außerhalb von Asien Investitionen tätigen wird, ist Japan (33 Prozent), gefolgt von China (20 Prozent) und Australien (15 Prozent). 

Beliebtestes Ziel der Investitionen wird laut 41 Prozent der Unternehmen China sein. An zweiter Stelle folgt mit den USA (27 Prozent) eine Industrienation. Ein europäisches Land steht erst an zehnter Stelle: Großbritannien wird von vier Prozent der Befragten als wichtigstes europäisches Investitionsziel genannt.

Dass Europa nur mit einem Land in der Liste auftaucht, spiegelt sich auch in einem anderen Ergebnis wieder: 22 Prozent der befragten Unternehmen sind der Meinung, dass der europäische Markt Investoren derzeit vergleichweise vor die größten Hindernisse für einen Markteintritt stellt und daher asiatische Unternehmen vor einem Engagement noch abschreckt.

Dieser KPMG-Report ist der zweite in einer Serie von vier Untersuchungen, die die Veränderungen des M&A-Marktes im Asien-Pazifik-Raum beobachten und analysieren. Der erste Report untersuchte bereits unternehmerische Wahrnehmungen der Private-Equity-Branche.

 

Zum Herunterladen

ASPAC New Corporate Landscape Asian Outbound M&A

After peaking in late 2007, M&A activity slowed steadily over the course of 2008. This report suggests that many Asian corporates will still be looking to make acquisitions elsewhere in the region over the year ahead.

Datum: 29.01.2009 | Größe: 570,54kB

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