Tax Demographics and Corporate Location
Die internationale KPMG-Studie "Steuern, Demografische Faktoren und Unternehmensstandorte" untersucht, nach welchen Kriterien Unternehmen den Ort ihrer Aktivitäten auswählen und legt einen besonderen Fokus auf die Verfügbarkeit der Arbeitskräfte sowie mögliche Steueranreize.
Die Befragung einer internationalen Gruppe von Unternehmensentscheidern ergab, dass die Qualität der Arbeitskräfte, die Gültigkeit von Steuerpolitiken und daraus resultierende Anreize für die Unternehmen den größten Einfluss auf die Wahl des Unternehmensstandortes haben. Für die KPMG-Studie wurden insgesamt 260 Entscheidungsträger multinationaler Firmen in elf Ländern weltweit in Telefoninterviews befragt.
Dabei sehen die befragten Unternehmer direkte Steueranreize für Unternehmen noch immer als effektive Möglichkeit, um sie für einen bestimmten Standort zu gewinnen. Sinnvoll, aber generell etwas weniger populär sind hingegen national gültige Steuerpolitiken, welche darauf abzielen, zum Beispiel die Arbeitsprozesse im Unternehmen zu verbessern.
Grundsätzlich zeigen die Ergebnisse der Studie jedoch, dass nicht nur steuerrechtliche Aspekte eine zentrale Rolle bei den Unternehmen spielen. Sie widmen sich immer stärker dem Thema der wachsenden globalen Mobilitätsanforderungen an ihre Arbeitskräfte.
Erfolgreiche Einwanderungsrichtlinien sind ein Hauptfaktor für das Anwerben von Unternehmen. In diesem Zusammenhang begrüßen Unternehmen die steigende Mobilität der Arbeitskräfte. Sie sind überzeugt, dass ausländische Arbeitskräfte spezielles Talent und Fachkenntnisse mitbringen und ein besseres Verständnis für Globalität und spezifische Erfahrungen für neue Märkte.
In Europa sehen sich die Geschäftswelt und eigenständige Unternehmen am meisten dafür verantwortlich, dass ausländische Talente angeworben und gehalten werden. In anderen Ländern wird diese Rolle eher der Regierung zugeschrieben. Viele Unternehmen erwarten eine Verschiebung der Zusammensetzung des Pools an internationalen Arbeitskräften in den nächsten drei Jahren. Einige Länder erwarten auch, dass sie künftig stärker von chinesischen Arbeitskräften abhängig sind.
Jedoch können diese Erwartungen nicht mit der demografischen Situation in China in Einklang gebracht werden, da sich hier eine Abschwächung der Bevölkerungswachstumsrate abzeichnet und weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter sein werden. Die Unternehmen müssen ihre Strategien anpassen und andere Talentquellen erschöpfen wie zum Beispiel Indien, ein Land in dem die demografische Prognose einen Anstieg für die nächsten 40 Jahre vorsieht.
Der geographische Fokus dieser Studie aus dem März 2009 liegt auf der Region Asien-Pazifik mit den Wirtschaftsnationen Australien, China, Hongkong, Singapur, Indien und Japan. Zum Zwecke des globalen Vergleichs und der internationalen Einordnung wurden auch Entscheidungsträger von Unternehmen aus den Industrienationen Großbritannien, USA, Spanien, Schweiz und Südafrika befragt.
Ein eigenes Kapitel mit ausführlichen Länderberichten widmet sich detailliert den Antworten der Interviewten aus den einzelnen Ländern. Weiterführend werden länderspezifische Informationen über Steuer- und Regierungspolitiken aufgeführt, welche sich auf die internationale Mobilität beziehen.
Tax Demographics and Corporate Location
This study analyzes, in how far the quality of labor and the availability of tax policies and incentives for businesses influence the choice of business location for multinational companies.
Datum: 16.03.2009 | Größe: 951,96kB
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