Foto zum Thema Stiftungen, Stiftungsrecht und Stiftungserrichtung

Stiftungen

Die Bedeutung von Stiftungen steigt seit Jahren. Deutschland verzeichnete jüngst einen regelrechten Stiftungsboom, was auch auf das Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements vom Oktober 2007 zurückzuführen ist.

Stiftungen stehen vor verschiedensten Herausforderungen - rechtlich und steuerrechtlich, aber auch, was Governance- und Rechnungslegungsfragen betrifft.

Komplexer rechtlicher Rahmen
Das BGB und die zum Teil unterschiedlichen Stiftungsgesetze der Bundesländer setzen den rechtlichen Rahmen der Stiftungsarbeit. Die Satzung wiederum, bei deren Ausgestaltung weitgehende Freiheiten bestehen, steckt den Handlungsspielraum ab. In ihr ist der Zweck der Stiftung festgeschrieben, sie kann aber auch Anlageprinzipien enthalten. Denn laut Länderstiftungsrecht ist das Stiftungsvermögen nicht nur langfristig zu erhalten, sondern auch Ertrag bringend anzulegen - so stehen Stiftungen in einem Spannungsfeld zwischen einer sicheren Anlage und größtmöglichen Erträgen.

Ausgestaltung der Stiftung
In steuerlicher Hinsicht ist zwischen gemeinnützigen und privatnützigen Stiftungen zu unterscheiden. Erhebliche Steuervergünstigungen genießen nur Stiftungen, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen. Die meisten Stiftungen in Deutschland sind als gemeinnützig anerkannt und unterliegen dem Gemeinnützigkeitsrecht.

Transparente Entscheidungsprozesse stärken die Reputation
Die Öffentlichkeit schaut genau hin, wie gemeinnützige Stiftungen arbeiten. Klare Governance-Grundsätze und transparente Entscheidungsprozesse können die Reputation stärken und Risiken durch Regelverstöße verhindern. Dennoch spielt das Thema Governance in der Stiftungspraxis häufig noch eine untergeordnete Rolle.

Besonderheiten in der Rechnungslegung
Auch die Rechnungslegung stellt spezifische Anforderungen an Stiftungen. Handelt es sich bei einer Stiftung um eine Spenden sammelnde Organisation, sind aktuelle bilanzielle Vorgaben des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) zu berücksichtigen.

Nachfolge in Familienunternehmen regeln
Für Unternehmer gibt es gute Gründe, über eine Stiftungsgründung nachzudenken. So können Familienunternehmer ihre Nachfolge planen, wobei verschiedene Modelle infrage kommen, die sich auch kombinieren lassen: So ist die Doppelstiftung eine Mischform aus privatnütziger Familien- und gemeinnütziger Beteiligungsträgerstiftung.

 

Ansprechpartner

Sascha Voigt de Oliveira

T +49 30 2068-4466
svoigtdeoliveira@kpmg.com

Partner, Tax

KPMG
Klingelhöferstraße 18
10785 Berlin

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