Ausgabe 23/2009: IASB veröffentlicht Änderungen an IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen
Der IASB hat Änderungen an IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen" herausgegeben, mit denen die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich im Konzern klargestellt wird.
Der IASB war gebeten worden, klarzustellen, wie eine einzelne Tochtergesellschaft in einem Konzern bestimmte anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen in ihrem eigenen Abschluss bilanzieren soll. Im Rahmen dieser Vereinbarungen erhält das Tochterunternehmen Güter oder Dienstleistungen von Arbeitnehmern oder Lieferanten, aber das Mutterunternehmen oder ein anderes Konzernunternehmen hat diese Arbeitnehmer oder Lieferanten zu bezahlen.
Die Änderungen stellen folgendes dar:
- Ein Unternehmen, das Güter oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält, muss diese Güter oder Dienstleistungen bilanzieren, unabhängig davon, welches Unternehmen im Konzern die zugehörige Verpflichtung erfüllt oder ob die Verpflichtung in Anteilen oder in bar erfüllt wird.
- Das Board stellte klar, dass in IFRS 2 ein "Konzern" die gleiche Bedeutung hat wie in IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse", das heißt, er beinhaltet nur das Mutterunternehmen und seine Tochterunternehmen.
Die veröffentlichten Änderungen stellen den Anwendungsbereich von IFRS 2 und das Zusammenwirken von IFRS 2 und anderen Standards klar. Mit den Änderungen von IFRS 2 werden auch Leitlinien in den Standard aufgenommen, die vormals in IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2" und IFRIC 11 "Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2" enthalten waren. Daher hat der IASB IFRIC 8 und IFRIC 11 zurückgezogen.
Diese Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Sie sind rückwirkend anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
Die Presseerklärung steht auf den Internetseiten des IASB zum Download zur Verfügung.
