Health Care: Zukunft deutscher Krankenhäuser am Scheideweg

Die Krankenhauslandschaft steht vor einer gewaltigen Veränderung. Während ein Fünftel der Häuser mittelfristig von der Existenz bedroht ist, ist ein anderes Fünftel sehr gut aufgestellt. In den nächsten fünf Jahren werden viele aufgeben, fusionieren oder neue Rechtsformen eingehen. Am Ende werden die Häuser dominieren, die qualitativ und wirtschaftlich überzeugen. Entscheidend ist die Eigeninitiative.

Das deutsche Durchschnittskrankenhaus gibt es nicht. Jedes einzelne deutsche Krankenhaus lebt in seiner Wettbewerbsumgebung mit individuellen Chancen und Risiken, Stärken und Schwächen.

Die KPMG-Studie "Zukunft deutsches Krankenhaus" untersucht auf der Grundlage von zehn Thesen den deutschen Krankenhausmarkt auf seine Zukunftsfähigkeit. Sie zeichnet ein differenziertes Bild und deckt situationsgerechten Handlungsbedarf auf.

Die Publikation trifft Aussagen zu Grundstrategien und diskutiert Verbesserungspotenziale. Basis ist eine umfangreiche Detailanalyse nach Trägern, Regionen und Größenklassen anhand der Datenbank Krankenhaus 300 von KPMG.

Personaleffizienz statt Personalabbau
Wichtige Verbesserungspotenziale der deutschen Krankenhäuser liegen in den Bereichen Personal, Investitionen, Material, Auslastung und Erlöse. Im Bereich Personal konzentrieren sich die Überlegungen keineswegs vordergründig auf den Stellenabbau.

Viele Krankenhäuser haben die Personalstärke bereits in den vergangenen Jahren erkennbar reduziert. Verstärkt geht es um den effizienteren Einsatz von qualifiziertem Personal etwa durch verbesserte Prozessorganisation, qualifikationsgerechten Personaleinsatz und leistungsorientierte Vergütung.

Investitionen notwendig
Viele deutsche Krankenhäuser müssen künftig stärker investieren. Im Wesentlichen handelt es sich um Häuser, die in den vergangenen Jahren nicht ausreichend Investitionen in Gebäude und medizinische Geräte getätigt haben und daher einen überdurchschnittlich hohen Anlagenabnutzungsgrad aufweisen.

Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Nicht zuletzt spiegelt sich bei diesen Krankenhäusern der bekannte Investitionsstau in besonderem Maße wider.

Optimierung bei über sechzig Prozent möglich
Die Verteilung ist in Abhängigkeit von Trägerschaft, Region und Größe sehr unterschiedlich: Rund 18 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland liegen in allen Bereichen mindestens im Durchschnitt oder sogar besser als ihre Wettbewerber. Sie können sich darauf konzentrieren, ihre führende Position auszubauen.

Die meisten (60,8 Prozent) sind zwar vergleichsweise gut aufgestellt, liegen aber bei einigen Indikatoren deutlich unter dem Durchschnitt. Hier besteht Verbesserungspotenzial. Sie sollten bestehende Möglichkeiten der Optimierung nutzen.

Jede fünfte Klinik wirtschaftlich ernsthaft krank
Krankenhäuser, denen die Grundstrategien Sanierung oder Sicherung zugeordnet werden, sind mittel- bis langfristig in ihrer Existenz gefährdet. Jedes fünfte Krankenhaus schneidet in den meisten oder fast allen Bereichen deutlich schlechter ab als der Branchendurchschnitt und ist deshalb nicht mehr ausreichend gut im Wettbewerb positioniert oder mittelfristig ernsthaft bestandsgefährdet (21,3 Prozent).

Vor allem überdurchschnittlich viele Kliniken in öffentlicher Trägerschaft und Krankenhäuser in den alten Bundesländern müssen sich mittelfristig ernsthaft Sorgen um ihre Existenz machen.

Hier können Sie die Publikation "Zukunft deutsches Krankenhaus" zum Preis von 39,80 Euro bestellen.

 

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Zukunft deutsches Krankenhaus: Thesen, Analysen, Potenziale (Kurzfassung)

Die Krankenhauslandschaft steht vor einer gewaltigen Veränderung. Während ein Fünftel der Häuser mittelfristig von der Existenz bedroht ist, ist ein anderes Fünftel sehr gut aufgestellt. Die KPMG-Studie untersucht auf der Grundlage von zehn Thesen den deutschen Krankenhausmarkt auf seine Zukunftsfähigkeit.

Datum: 01.06.2009 | Größe: 190,67kB

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Prof. Dr. Volker Penter

Partner, Leiter Health Care

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