Neue Herausforderungen für Banken durch die G20

Die G20 als Forum der wichtigsten Industrie- und Entwicklungsländer sowie der Europäischen Union haben die Fragen der Reform der globalen Wirtschaft weiter vorangetrieben. Ihre Beschlüsse stellen vor allem Banken, aber auch andere Marktteilnehmer, vor immense Herausforderungen. Im Fokus stehen steigende Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung und an das Risikomanagement.

 

Die G20 beschließen neue Regelungen und Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte. Welche Konsequenzen und Auswirkungen sich daraus für Banken ergeben, erläutern die KPMG-Partner Klaus Ott und Thilo Kasprowicz.

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat sich auf die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Rahmenvorgaben von Basel III geeinigt. Kern ist die Festlegung ehrgeiziger Mindestkapital- und Liquiditätsstandards für den Bankensektor zur Vermeidung künftiger Krisen.

Aufgrund der Wirtschaftskrise und auf Drängen der G20-Nationen arbeitet das IASB mit Hochdruck an einer grundlegenden Erneuerung des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement". Ziel ist es, die Bilanzierung von Finanzinstrumenten zu vereinfachen und die beiden Standards IFRS und US-GAAP einander anzugleichen.

Die MaRisk sind Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für die Ausgestaltung des Risikomanagements in deutschen Kreditinstituten. Als zweite Säule von Basel II setzen sie bankaufsichtlichen Überprüfungsprozesse für die Eigenkapitalvorschriften in deutsches Recht um.