KPMG-Studie: Die Zukunft der europäischen Chemieindustrie

Die Chemieindustrie begegnet derzeit einer neuen Realität: Während sie weltweit immer noch unter dem zyklischen Rückgang der globalen Rezession leidet, sind Chemieunternehmen in Europa mit dem steigenden Wettbewerb aus dem Nahen Osten und Asien, insbesondere aus China und Indien, konfrontiert. Dies hat eine neue KPMG-Studie zur Zukunft der europäischen Chemieindustrie ergeben.

Eine der Schlüsselerkenntnisse ist, dass es bis 2015 global eine 15-prozentige Überkapazität auf dem Äthylenproduktionsmarkt geben wird. Das würde bedeuten, dass 40 der 200 Äthylencrackern weltweit ihre wirtschaftliche Nachhaltigkeit verlieren könnten. Diesem Risiko sind bereits 14 europäische Unternehmen ausgesetzt.

Das Aufgeben dieser Produktionsstätten käme einem "Todesstoß" für die europäische Chemieindustrie gleich. Insbesondere wenn berücksichtigt wird, dass die 14 am schlechtesten eingeordneten Werke in Europa für mehr als ein Viertel der Gesamtkapazität verantwortlich sind. KPMG hat die Studie in Zusammenarbeit mit 25 führenden globlen Unternehmen in dieser Industrie erstellt.

Überkapazität von mehr als 25 Prozent für Äthylenglykol
Der Ausblick für Äthylenglykol ist wahrscheinlich noch schlechter - für diesen Bereich könnte sich bis 2015 eine Überkapazität von mehr als 25 Prozent ergeben. Dadurch wären fast zwei Drittel der europäischen Anlagen wirtschaftlich nicht mehr nachhaltig. Es wird davon ausgegangen, dass kleine Naphta getriebene, ländergebundene Einheiten dem größten Insolvenzrisiko ausgesetzt sind, während gut integrierte Flüssiggas getriebene Einheiten weniger verwundbar sein sollten.

Innovative Lösungen notwendig
Die Schlussfolgerung ist, dass die europäische Chemieindustrie eher rücksichtslos beim Identifizieren der global konkurrenzfähigen Unternehmen vorgehen und den Fokus für Ressourcen und Investitionen auf diese Bereiche richten muss. Dazu kommt die Notwendigkeit für die Entwicklung von innovativen Lösungen in der Spezialitätenchemie, insbesondere in Bezug auf nachhaltige, umweltfreundliche Produkte.

Webcast zur Studie
Die Ergebnisse der KPMG-Studie wurden im Webcast am 5. März 2010 ausführlich diskutiert und besprochen. Chris Stirling, Partner, KPMG Großbritannien und europäischer Sektorleiter Chemicals and Pharmaceuticals, Vir Lakshman, Partner, KPMG Deutschland, Sektorleiter Chemicals and Pharmaceuticals sowie Paul Harnick, Senior Manager, KPMG Großbritannien und europäischer Sector Executive Chemicals and Pharmaceuticals (Autor dieser Studie) führten durch den Webcast und beantworteten Fragen.

 

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The Future of the European Chemical Industry

Die Europäische Chemieindustrie begegnet derzeit einer neuen Realität. Während sie weltweit immer noch unter dem zyklischen Rückgang der globalen Rezession leidet, sind Chemieunternehmen in Europa mit dem steigenden Wettbewerb aus dem Nahen Osten und Asien, insbesondere aus China und Indien, konfrontiert. Publikation in Englisch.

Datum: 01.02.2010 | Größe: 5725,81kB

Ansprechpartner

Vir Lakshman

T +49 211 475-6666
vlakshman@kpmg.com

Partner

KPMG
Tersteegenstraße 19-31
40474 Düsseldorf

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