Jordanien: Solide Wirtschaftspolitik eröffnet Perspektiven

Zu einem der derzeit interessantesten Länder im Wachstumsmarkt Mittlerer Osten zählt Jordanien: Durch eine solide Wirtschaftspolitik, umsichtige Steuerung und Kontrolle sowie eine Regulierung des Finanzsektors gelang es dem Königreich, Stabilität zu schaffen und sich in der globalen Krise erfolgreich zu behaupten. Geplante staatliche Investitionen in Milliardenhöhe in die Bereiche Energie und Wasser lassen zudem nachhaltige positive Impulse erwarten.

Gründe genug also, um für Sie dieses Land im Hinblick auf potenzielle Auslandsengagements näher zu betrachten: In einem ausführlichen Marktbericht skizziert der Artikel „Länderreport Jordanien" (PDF, 0.6 MB) (veröffentlicht in: Börsen-Zeitung vom 15. Mai 2010) die Entwicklung und aktuellen Themen des Königreiches.

Wirtschaft - Entwicklung und Aussichten
Mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von fast sieben Prozent verzeichnete Jordanien im vergangenen Jahrzehnt einen starken Wirtschaftsaufschwung. Infolge der globalen Krise sank die reale Wachstumsrate des BIP von fast acht Prozent in 2008 auf knapp drei Prozent im Folgejahr. Schätzungen für 2010 und 2011 gehen wieder von leichten Wachstumsanstiegen aus.

Als König Abdullah II. im Jahr 1999 die Amtsgeschäfte übernahm, erhöhte er die fiskalpolitische Stabilität des Landes und schlug neben einem innenpolitischen Liberalisierungs- auch einen wirtschaftlichen Reformkurs ein. Seitdem wurden zahlreiche Staatsunternehmen in den Bereichen Bergbau, Energie, Telekommunikation und Verkehr privatisiert. Mit positiven Auswirkungen: Laut Weltbank zählen die jordanischen Privatisierungen zu den erfolgreichsten im Nahen Osten. Als weiterer Motor für die wirtschaftliche Entwicklung erwies sich das im Jahr 2001 abgeschlossene Freihandelsabkommen mit den USA, das vor allem die jordanischen Textilexporte erleichtert, sowie das 2004 in Kraft getretene Assoziierungsabkommen mit der EU.

Quell des Lebens - Sicherstellung der Wasserversorgung
Für ausländische Investoren ergeben sich insbesondere im Bereich der Wasserwirtschaft Potenziale. Aufgrund des hohen Wüstenanteils können lediglich ca. fünf Prozent der Landfläche Jordaniens für die Agrarwirtschaft genutzt werden. Dabei sind Bewässerungssysteme von elementarer Bedeutung. Der Erhalt der knappen Reserven bedeutet eine der größten Herausforderungen, der sich Jordanien in den nächsten Jahren stellen muss - zumal die rasche wirtschaftliche Entwicklung und das hohe Bevölkerungswachstum der Situation zusätzliche Bedeutung verleiht.

Antrieb für morgen - Herausforderungen im Bereich Energie
Seit 2002 stieg der Stromverbrauch in Jordanien jährlich um durchschnittlich neun Prozent. Um die Abhängigkeit von ausländischen Energieimporten zu senken, hat die jordanische Regierung einen langfristigen Entwicklungsplan zur Stärkung der Energieversorgung im Land aufgesetzt. Bis 2025 sind Investitionsmittel von rund drei Milliarden Euro vorgesehen, um die Energieversorgung im Land zu stärken. Hier bieten sich Investitionschancen für deutsche Unternehmen, ebenso bei den erneuerbaren Energien: Der Stromanteil aus Wind- und Solarenergie sowie der Nutzung von Biomasse soll bis 2015 von einem Prozent auf sieben Prozent steigen.

Grünes Denken - Thema Ökologie gewinnt an Bedeutung
Das Umweltbewusstsein in der jordanischen Bevölkerung steigt. Um gesetzliche Regeln - etwa zu Schadstoffausstoß, Gewässerqualität oder Abfallbehandlung - zu erarbeiten und durchzusetzen, wurde ein eigenständiges Umweltministerium geschaffen. Dennoch: Mülltrennung und Recycling sind bis auf wenige Pilotprojekte fast unbekannt. Besonders für Unternehmen aus Deutschland, einem der führenden Länder beim Export von Umwelttechnologien, bestehen hier ebenfalls Potenziale.

 

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KPMG Namensbeitrag: Länderreport Jordanien

Das Königreich kommt erfolgreich durch die Wachstumskrise- Staatliche Investitionspläne im Bereich Energie und Wasser im Milliardenvolumen. Einschätzungen von Sabine Ross, Country Specialist Middle East bei KPMG und Patrick Buchmüller.

Datum: 01.06.2010 | Größe: 64,11kB

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Datum: 26.03.2010 | Größe: 855,46kB

Ansprechpartner
Portrait Sabine Roos

Sabine Roos

T +49 89 9282-1620
sabineroos@kpmg.com

Länderspezialistin Mittlerer Osten und Nordafrika

KPMG
Ganghoferstraße 29
80339 München

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