Kurzarbeit

Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich der deutsche Arbeitsmarkt erstaunlich robust entwickelt. Im Mai 2010 fiel die Arbeitslosenquote sogar auf den niedrigsten Stand seit 18 Jahren, so dass bereits von einem "Jobwunder" die Rede ist.

Warum hat die Rezession den Arbeitsmarkt so unbeeindruckt gelassen? Ein wichtiger Grund ist, dass die Unternehmen in großem Umfang Gebrauch von den Möglichkeiten zur Kurzarbeit gemacht haben.

Günstige Rahmenbedingungen
Auf dem Höhepunkt dieser Entwicklung im Mai 2009 waren bei der Bundesagentur für Arbeit mehr als 1,5 Millionen Kurzarbeiter registriert. Die günstigen Rahmenbedingungen für die Nutzung der Kurzarbeit bestehen fort - bis zum Jahresende 2010 beträgt die maximale Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld 18 statt der sonst üblichen 6 Monate.

Arbeitgeber trotzdem in der Pflicht
Unternehmen sollten jedoch beachten, dass Kurzarbeit keineswegs kostenlos zu haben ist: 24 bis 35 Prozent der ausfallenden Arbeitszeit muss, etwa in Form von Sozialversicherungsbeiträgen, weiterhin der Arbeitgeber finanzieren.

Bundesagentur für Arbeit verschärft Prüfungsmaßstäbe
Vor allem aber zeigt sich jetzt, dass die Bundesagentur für Arbeit bei der Erstattung des Kurzarbeitergelds zunehmend strengere Maßstäbe anlegt. Es ist deshalb unerlässlich, die nötige Dokumentation über das Vorliegen der Voraussetzungen der Kurzarbeit regelmäßig zu aktualisieren und der Agentur mögliche Änderungen zeitnah zu melden.