Geld, Macht und Liebe - Familienverfassung als vorbeugende Lösung bei Konflikten
Das grundlegende Problem von Konflikten in Familienunternehmen ist dadurch gekennzeichnet, dass der Streit um eine Sache aufgrund der emotionalen Verbundenheit immer mehr auf die Beziehungsebene rutscht. So kommt es vermehrt vor, dass familiäre Ereignisse mit in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
KPMG-Expertin Stefanie Schütt erläutert Präventionsstrategien und Lösungsmöglichkeiten:
Um diese Art von Konflikten in Familienunternehmen zu vermeiden, sollten Konfliktlösungsstrategien wie Prävention, Intervention, Mediation und Schiedsverfahren rechtzeitig von den Vorgesetzten genutzt werden. Besonders hervorzuheben ist hierbei die Familienverfassung. In ihr werden Tradition, Werte und Ziele des Unternehmens festgehalten und mit Hilfe externer Dritter wird versucht, sich nach ihnen zu richten.
Obwohl viele Unternehmerfamilien Konflikte als Tabu-Thema behandeln, findet diese Thematik in Wissenschaft und Praxis zunehmend Beachtung. So fördert Ulrich Wacker, mit der von ihm gegründeten Equa-Stiftung, Forschungsarbeiten zum Thema Konflikte in Familienunternehmen und bietet Workshops über "richtiges" Streiten, Schlichtungskompetenzen für externe Führungskräfte und Grundwissen für Gesellschafter an. Hoffnung zur grundlegenden Verbesserung sieht Ulrich Wacker in der jungen Generation, die ihren Problemen offener gegenüber steht.
Erfahren Sie mehr zu den Fragestellungen und Belangen von Familienunternehmen
Der Artikel "Geld, Macht und Liebe" - erschienen in der Unternehmerzeitschrift "Impulse Wissen", mit der KPMG eine fachliche Kooperation unterhält - stellt verschiedene Situationen, Gründe und Präventionsmöglichkeiten von Konfliktsituationen in Familienunternehmen dar, und bietet somit einen guten Überblick über diese aktuelle Thematik.
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