Kapitalkostenstudie 2012/2013: Steuerung in der Unsicherheit
Zahlreiche Unternehmen haben im Geschäftsjahr 2011/2012 von einer fortwährenden Euro-Abwertung profitiert. Insbesondere die Marktposition deutscher und europäischer Exporteure wurde dadurch weiter gestärkt. Gleichzeitig führt die Flutung des Geldmarkts durch billige Refinanzierungsmöglichkeiten und die Flucht des Kapitals in die wenigen - noch als risikoarm angesehenen - Anlagemöglichkeiten zu einem im Vergleich zur Vorjahresstudie weiter sinkenden Zinsniveau.
Die Kapitalkostenstudie 2012/2013 zeigt die tatsächliche Auswirkungen dieses anhaltend schwierigen Marktumfelds auf die Bilanzierungs- und Bewertungspraxis der Unternehmen, insbesondere auf die Kapitalkosten, auf. Zudem wurden Branchenspezifika betrachtet und Vergleiche zwischen dem deutschen und schweizerischen Markt gezogen.
Einige wichtige Ergebnisse im Überblick
- Die Zahl der Unternehmen, die im aktuellen Befragungszeitraum einen Goodwill Impairment erfasst haben, ist von 23 auf 26 Prozent gestiegen.
- Die Höhe des durchschnittlichen abgeschriebenen Goodwills ist von 17 auf 6 Prozent gesunken.
- 39 Prozent der teilnehmenden Unternehmen erstellten eine vollständige integrierte Planung.
- Der durchschnittliche WACC liegt unverändert bei 7,9 Prozent und variiert je nach Branche zwischen 5,8 und 8,8 Prozent.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2013 schätzten 64 Prozent der Unternehmen unverändert bis positiv ein (Vorjahr: 84 Prozent). Die gleiche Tendenz zeigten auch die Angaben der Teilnehmer zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage des eigenen Unternehmens.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es in einem weiterhin unsicheren Markt immer wichtiger wird, Risiken und Unsicherheiten in den Planungsrechnungen adäquat zu berücksichtigen.
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Kapitalkostenstudie 2012/2013
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Cost of Capital Study 2012/2013





