Studie zu e-Crime - Computerkriminalität in der deutschen Wirtschaft

Zum zweiten Mal hat KPMG eine umfassende Untersuchung zum Thema Computerkriminalität durchgeführt und dafür Führungskräfte aus 500 deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen durch das Sozialforschungsinstitut TNS Emnid befragen lassen. Die e-Crime Studie 2013 zeigt: Ein Viertel der befragten Unternehmen war in den vergangenen zwei Jahren Opfer von e-Crime. e-Crime bleibt weiterhin ein Instrument im wachsenden weltweiten Konkurrenzkampf.


Die mit Abstand häufigsten Delikte waren Computerbetrug und das Ausspähen oder Abfangen von Daten. Auffällig: 75 Prozent der Delikte wurden von unbekannten Externen begangen, eine deutliche Verschiebung gegenüber der Vorgängerstudie, als (aktuelle oder ehemalige) Mitarbeiter die Tätergruppe anführten.

Offenbar werden die Angriffe zunehmend gezielt durchgeführt, gleichzeitig werden sie komplexer und daher immer schwieriger zu erkennen. Kein Wunder also, dass zwei Drittel der befragten Unternehmen damit rechnen, dass die Gefahr durch e-Crime-Delikte in den nächsten zwei Jahren noch ansteigen wird.

Mobile Telekommunikation als Kernherausforderung
Die mobile Telekommunikation und die Nutzung von mobilen Datenträgern werden als bedeutsamste Gefahrenquellen gesehen. Die zunehmende Verbreitung komplexer Technologien im Zuge der mobilen Telekommunikation bereitet somit die Angriffsmöglichkeiten für die komplexeren Deliktstypen.

e-Crime - eine globale Herausforderung
Die Gefahrenquellen für e-Crime werden inzwischen vermehrt länderspezifisch gesehen. Bei den tatsächlichen Tätern bereiten die unbekannten Externen die vorderste Position. Die überführten Täter sind jedoch oft im unmittelbaren Umfeld des Unternehmens zu finden.

Hohe Schäden, hohe Kosten
Ein Viertel des durchschnittlichen Gesamtschadens über alle Deliktstypen hinweg wird durch Ermittlungs- und Folgekosten verursacht, die durchschnittlich bei 100.000 Euro liegen.

Lückenhafte Prävention und überschätzte Reaktionsfähigkeit
Nach wie vor stellen Unachtsamkeit und mangelndes Risikobewusstsein Herausforderungen für die Unternehmen dar. Die Hälfte der befragten Unternehmen hat Schwierigkeiten, kompetentes Personal für die Prävention, Erkennung und Reaktion auf e-Crime zu finden.

Auch e-Crime-Angriffe zu erkennen und aufzuklären wird immer schwieriger. Dennoch neigen Unternehmen dazu, ihre Vorbereitung auf die Bekämpfung von e-Crime-Vorfällen zu überschätzen.

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