Solvency II-Dienstleistungen: Modellvalidierung

Es gibt mehrere unterschiedliche Ansätze, um Risiko- und Kapitalmodelle zu konzipieren. Die Kombinationsmöglichkeiten reichen von einfachen Faktoransätzen über Szenario-Betrachtungen bis hin zu vollständig stochastischen Modellen - je nach Einsatzgebiet und Anspruch an die Modellierung.

Grundsätzlich lässt sich ein Trend hin zu immer exakteren und spezifischeren Modellen zu beobachten, die folgende Zielsetzungen haben:

  • individuelle und prospektive Abbildung des Risikoprofils
  • möglichst exakte Kalkulation der Nettorisikoposition
  • Abbildung von Abhängigkeiten zwischen Risikokategorien, Sparten, Einzelrisiken, geographischen Regionen usw.
  • Messung von Kumulexponierungen und Katastrophenrisiken
  • Kapitalallokation auf Unternehmen, Sparten und Produkte
  • Bestimmung des Marktwertes von Optionen und Garantien

Systematischer Beratungsansatz zu Modellvalidierung
Entscheidend für den Erfolg ist, derartige Modelle auf die individuelle Situation des jeweiligen Unternehmens anzupassen und in die Unternehmensprozesse einzubinden. Deshalb hat KPMG einen systematischen Ansatz zur Modellvalidierung (Economic Capital Model Assessment) entwickelt, der alle Aspekte eines Risikomodells aufnimmt, unternehmensinterne und externe Anforderungen analysiert, Veränderungsbedarf ausmacht und die notwendigen Arbeitspakete priorisiert. Auf der Basis unseres international entwickelten Tool-Kits erfolgt die Aufnahme des Ist-Status der Modellkomponenten wie die Konzeption des gewünschten Soll-Modells nach definierten Kategorien:

  • "Regulatorische Mindestanforderungen"
  • "Basis"
  • "Intermediate"
  • "Advanced practice in 2012".

Vorgehensweise in sieben Phasen
Um die erkannten Lücken zu schließen, analysieren wir Handlungsalternativen und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Maßnahmenplan. Unser Vorgehen zur Modellvalidierung basiert auf sieben Phasen:

> Grafik: Unsere Vorgehensweise im Überblick (JPG, 42 KB)

Unseren Ansatz zur Modellvalidierung können Sie zum einen in der Gesamtheit in Anspruch nehmen, um Ihr Risikomodell umfassend zu analysieren. Zum anderen können Sie auch einzelne Module auswählen. Wir unterstützen Sie unter anderem zu folgenden Themen:

  • Objektiver Review Ihres Modells für Dritte (Gesetzgeber, Rating-Agenturen, "zertifizierungsfähiges Modell"),
  • Überwindung der "Black-Box"-Problematik,
  • Verbindung von aufsichtsrechtlichen und internen Zielen in einem einheitlichen Modell,
  • Analyse, ob die gegenwärtige Methodik für die übergeordnete Zielsetzung angemessen ist,
  • Identifikation von Fehlern, Risiken oder Einschränkungen im Rahmen der Implementierung des Modells,
  • Vorbereitung auf die Solvency II-Anforderungen an die Modellvalidierung: statistical quality test, calibration test und use test,
  • Identifikation von Chancen zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch ein verbessertes Risiko-, Kapital- und Performancemanagement (Entscheidungsunterstützung)

 

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