Dossier: IFRS in Europa

Seit rund zehn Jahren wird in Europa kontrovers über eine grundlegende Reform der EU-Kapitalrichtlinie diskutiert. Die immer stärkere Verbreitung der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) befeuerte diese Debatte weiter.

Im Einklang mit der IAS-Verordnung aus dem Jahre 2002 sind IFRS in manchen EU-Staaten wahlweise oder verpflichtend auch im Einzelabschluss und damit auch für Ausschüttungszwecke anzuwenden. In einigen Mitgliedstaaten der EU, insbesondere in Großbritannien, zweifelten Fachleute an, dass die EU-Kapitalrichtlinie aus Sicht der Unternehmen geeignet sei, zumindest bei der Anwendung von IFRS angemessene Ausschüttungen weiterhin zuzulassen.

 

Im Interview spricht KPMG-Partner Georg Lanfermann, Koordinator der Machbarkeitsstudie von KPMG im Auftrag der EU-Kommission, über internationale Unterschiede beim Kapitalschutz und Reformvorschläge für Brüssel und Berlin.

Im Februar 2008 hat die Europäische Kommission eine bei KPMG in Deutschland in Auftrag gegebene internationale Machbarkeitsstudie zum europäischen Kapitalschutzsystem veröffentlicht. Gegenstand des einjährigen Studienprojektes war es, mögliche Alternativen zu dem seit 1976 durch die EU-Kapitalrichtlinie (2. Gesellschaftsrechtliche Richtlinie) geschaffenen Kapitalschutzsystem zu untersuchen.

Andere Länder, andere Bräuche: Ein Blick etwa nach Neuseeland oder in die US-Bundesstaaten Kalifornien und Delaware zeigt, welche Alternativen es zur Umsetzung der EU-Kapitalrichtlinie gibt. Sogar bei einigen EU-Staaten gibt es Besonderheiten bei der Umsetzung.

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Executive Summary: KPMG-Studie im Auftrag der EU-Kommission zur Kapitalerhaltung

KPMG hat mehrere Optionen für eine Anpassung des gegenwärtigen Kapitalerhaltungssystems in der EU ausgearbeitet. Ziel ist es, den Unternehmen die Nutzung von IFRS-Abschlüssen zur Ausschüttungsbestimmung zu erleichtern.

Datum: 01.02.2008 | Größe: 948,92kB

Langfassung: KPMG-Studie im Auftrag der EU-Kommission zur Kapitalerhaltung

KPMG hat mehrere Optionen für eine Anpassung des gegenwärtigen Kapitalerhaltungssystems in der EU ausgearbeitet. Ziel ist es, den Unternehmen die Nutzung von IFRS-Abschlüssen zur Ausschüttungsbestimmung zu erleichtern.

Datum: 01.02.2008 | Größe: 3440,81kB