Immaterielle Vermögenswerte: Analyse nach Branchen
Für die Studie wurden 342 Transaktionen aus 14 Branchen untersucht. Davon bilanzierten 198 Gesellschaften gemäß den Rechnungslegungsvorschriften IFRS und 144 Gesellschaften gemäß US GAAP.
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Bei Automobilzulieferern repräsentieren kundenbezogene immaterielleVermögenswerte in Form von Auftragsbüchern und Rahmenverträgen sowie Technologien die zentralen immateriellen Werttreiber.
Bei Automobilherstellern stehen innerhalb der immateriellen Vermögenswerte Technologien und Produktmarken im Vordergrund.
Bei Unternehmen, deren operatives Geschäft am Beginn der Wertschöpfungskette steht und die somit keinen oder nur einen geringen Anteil an der Weiterverarbeitung der gewonnenen Materialien haben, waren immaterielle Vermögenswerte von untergeordneter Bedeutung.
Mit zunehmender Weiterverarbeitung der geförderten Materialien ist eine steigende Bedeutung der immateriellen Vermögenswerte wie Kundenbeziehungen, Marken und Lizenzen zu erkennen.
Die Chemiebranche weist in Bezug auf die in ihr vertretenen Geschäftsmodelle und Werttreiber einen hohen Grad an Heterogenität auf. Entsprechend unterschiedlich zeigt sich demzufolge die Bedeutung der immateriellen Vermögenswerte.
Der Anteil aller immateriellen Vermögenswerte an den Kosten des Unternehmenszusammenschlusses nimmt zu, je höher die Verarbeitungs- oder Veredelungsstufe innerhalb der Wertschöpfungskette einzuordnen ist.
Die steigenden Anforderungen an technologische Neu- und Weiterentwicklungen, immer kürzere Entwicklungszeiten sowie die Ausrichtung auf Kunden mit globaler Präsenz prägen die Identifikationsergebnisse der Branche.
Im Rahmen der untersuchten Transaktionen sind technologie und kundenbezogene Vermögenswerte die zentralen immateriellen Werttreiber.
Die identifizierten Hauptwerttreiber verdeutlichen den Fokus der Unternehmen auf die Entwicklung internationaler Produkte und Marken.
In Relation zu den Kosten des Unternehmenszusammenschlusse weisen marketing- und vertragsbezogene immaterielle Vermögenswerte den höchsten Anteil aus.
Im Subsektor Energieerzeugung stellen vertragsbezogene immaterielle Vermögenswerte wie Betriebslizenzen für Erzeugungsanlagen eine zentrale Geschäftsgrundlage dar.
Monopole Strukturen im Subsektor Versorgungsnetze führen zu einer hervorgehobenen Bedeutung materieller Vermögenswerte. Innerhalb der immateriellen Vermögenswerte erweisen sich insbesondere Verträge mit Tarif- und Endkunden im Vertriebsbereich als wesentliche Werttreiber.
Abonnenten und Markennamen bilden im Subsektor Print & Publishing eine wesentliche Geschäftsgrundlage. Entsprechend hoch ist die Bedeutung kunden- und marketingbezogener immaterieller Vermögenswerte.
Auch im Subsektor Film, Fernsehen & Radio gehören Marken zu den zentralen Werttreibern. Die Markenstärke zählt dabei zu den wesentlichen Differenzierungsmerkmalen im Markt.
Im Bankensektor stehen sowohl Privat- als auch Firmenkundengeschäft im Mittelpunkt. Entsprechend hoch ist die Bedeutung der kundenbezogenen immateriellen Vermögenswerte.
Gleiches gilt auch für den Versicherungssektor. Der Bestand an Versicherungsabschlüssen ist im Rahmen der ausgewerteten Transaktionen ein entscheidender immaterieller Werttreiber.
Spezialisierungen in Form von hoch entwickelten fertigungs- und produktionsspezifischen Technologien stehen bei vielen Unternehmenskäufen im Mittelpunkt.
Der relative Wertanteil von Rahmenverträgen und Auftragsbeständen verdeutlicht die hohe Bedeutung von Kundenbeziehungen in diesem Sektor.
Die Auswertungen verdeutlichen die Bedeutung der Anforderungen an technische Infrastrukturen wie beispielsweise Online-Marketing oder Data Mining.
Kundenbeziehungen in Form von Werbekunden stellen die zentrale Einnahmequelle für viele Internetplattformen dar.
Die zentralen immateriellen Werttreiber stellen sich in den einzelnen Subbranchen sehr unterschiedlich dar.
So dominieren die patentierten Wirkstoffe in der forschenden Pharmaindustrie, Forschungs- und Entwicklungsprojekte in der Biotechnologie, Produktmarken in der Subbranche der Generika und OTC-Produkte sowie Produkttechnologien im Bereich der medizinischen Geräte.
In der Softwarebranche spiegelt sich die hohe Bedeutung von Grundlagentechnologien sowie kundenindividuellen und branchenspezifischen Produktentwicklungen in der Dominanz von technologie- und kundenbezogenen Werttreibern wider.
Neuimplementierungen komplexer technischer Softwarelösungen sind dabei oft der Grundstein für langfristige Kundenbeziehungen.
Im Festnetz- wie auch im Mobilfunkbereich repräsentieren vertragliche Kundenbeziehungen die zentralen Werttreiber. Unterstützt wird die Kundenbindung durch Produktmarken.
Technologieplattformen stellen eine wichtige Grundlage für die Konvergenz von Telefon, Internet und Medien dar.
In der Luftfahrt bilden Start- und Landerechte für nachgefragte Strecken eine wesentliche Voraussetzung für das Geschäft.
Im Bereich Transportwesen, Fracht und Logistik repräsentieren vertragliche Kundenbeziehungen die zentralen immateriellen Werttreiber.
Immaterielle Vermögenswerte und Goodwill in Unternehmenszusammenschlüssen
Abschreibungsrisiken in Unternehmensbilanzen - KPMG Studie analysiert Goodwill und immaterielle Vermögenswerte in 14 Branchen. Planmäßige Abschreibungseffekte auf immaterielle Vermögenswerte und außerplanmäßige Abschreibungsrisiken auf den Goodwill rücken in Zeiten der Krise in den Fokus. Viele Konzerne weisen als bilanzielle Konsequenz teurer Zukäufe in den Jahren des Wirtschaftswachstums hohe immaterielle Vermögenswerte und Goodwill in ihren Bilanzen aus.
Datum: 01.10.2009
Ansprechpartner
Christian Klingbeil
Partner KPMGGanghoferstraße 29
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Die KPMG-Studie analysiert Goodwill und immaterielle Vermögenswerte in 14 Branchen.
