Fallbeispiel: Fusion in der Luftfahrt

 

Der Mandant

Mehrere europäische mittelständische Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie wollten sich zu einem Joint Venture zusammenschließen. Durch die Fusion sollten die Partnerfirmen als größerer Zulieferer bei einem führenden Flugzeugbauer offiziell zugelassen werden. Eine wirtschaftliche Verflechtung bestand zwischen den Unternehmen bisher nicht.

Nach oben

Der Fall

Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung der Einkaufspolitik forderte der Flugzeugbauer seine Zulieferer gezielt auf, sich zu größeren Unternehmenseinheiten zusammenzuschließen, um ihre wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund sahen sich die Mittelständler kurzfristig veranlasst, ihre eigenständigen Unternehmen im Wege einer Fusion zu einem starken Partner des Flugzeugbauers zu formen.

Hohe Erwartungen an Professionalität und Erfahrung
Die Partnerunternehmen suchten deshalb einen Berater sowohl zur Strukturierung des Unternehmenszusammenschlusses als auch zur Ableitung fairer Anteilsverhältnisse an dem fusionierten Unternehmen. Der Auftraggeber erwartete sich von seinem Berater umfassende Erfahrung in Fusionsprojekten, beispielsweise was bilanzielle oder steuerliche Auswirkungen auf Unternehmens- und Eignerebene betrifft.

Die Vorbereitung des Joint Ventures umfasste die Abbildung der erforderlichen Projektstrukturierung, die Erstellung von Zeitplänen sowie die Moderation von Workshops und Statusmeetings. Da die Partnerunternehmen sich nicht gegenseitig ihre Finanzdaten offenlegen wollten, wurde im Rahmen der Vorbereitung des Fusionsprozesses besonderer Wert auf die Unabhängigkeit und Verschwiegenheit des Beraters gelegt.

KPMG konnte die Partner im Rahmen erster Gespräche nicht nur von der fachlichen Expertise unserer Spezialisten überzeugen. Genauso wichtig war, dass alle Beteiligten uns als neutralen und transaktionserfahrenen Berater wahrnahmen.

Nach oben

Die Vorgehensweise

Um den hohen Erwartungen des Mandanten gerecht zu werden, stellten wir ein Team aus erfahrenen Spezialisten im Bereich Corporate Finance und Unternehmensbewertung zusammen. Es bestand aus vier Mitarbeitern der Hamburger KPMG-Niederlassung mit einem entsprechenden Branchenhintergrund. Zusätzlich zogen wir Mitarbeiter des Business Research von KPMG für die weiterführenden Branchen- und Unternehmensanalysen heran.

In der ersten Phase unserer Arbeit führten wir überschlägige Wertermittlungen auf Basis der in den jeweiligen Unternehmen erstellten Finanz- und Plandaten und auf Grundlage von Managementinterviews durch. Zu diesem Zweck analysierte das KPMG-Bewertungsteam die Partnerunternehmen; die Auswertung erfolgte anhand eigens entwickelter komplexer Bewertungsmodelle. Insgesamt galt es, die aufgrund der teilweise verschiedenen Tätigkeitsschwerpunkte voneinander abweichenden Wachstums- und Rentabilitätsannahmen zu harmonisieren. Anhand von Marktstudien nahmen wir einen detaillierten Vergleich der vorliegenden Annahmen vor.

Entscheidung auf den Weg gebracht
KPMG moderierte einen ersten Workshop zur Orientierung hinsichtlich der Wertverhältnisse der Fusionspartner. Dabei präsentierte unser Beratungsteam die Anteilsverhältnisse als Bandbreite auf Basis der Ergebnisse unserer Bewertung. Auf dieser Grundlage sollte über die grundsätzliche Fortsetzung des Fusionsprojekts entschieden werden. Die Herausforderung für KPMG bestand darin, die teilweise deutlich abweichenden Erwartungen einzelner Partnerunternehmen im Hinblick auf die ermittelten Bandbreiten sachlich zu begründen und die Zustimmung zur Fortsetzung des Fusionsprozesses in einer zweiten Phase herbeizuführen. Darüber hinaus erarbeitete unser Team eine Fusionsstruktur, die den beteiligten Unternehmen vorgestellt wurde. Die neue Struktur trug den bilanziellen und steuerlichen Erwartungen der Unternehmen bzw. ihrer Eigner Rechnung.

Nach einer mehrstündigen, sehr offenen Diskussion erteilten die beteiligten Unternehmen ihre Zustimmung - damit war gemeinsam der entscheidende Grundstein für die geplante Fusion gelegt.

Spiel mit offenen Karten
In der zweiten Phase wurden den jeweiligen Unternehmen im Rahmen weiterer Workshops zunehmende Einblicke in die Zahlenbasis der jeweiligen Partnerunternehmen gewährt. Ziel war es, sämtliche Finanz- und Plandaten offenzulegen und die wesentlichen Planannahmen zwischen den einzelnen Parteien abzustimmen bzw. zur Kenntnis zu nehmen. Die auf diese Weise vereinheitlichten und abgestimmten Planungsrechnungen bildeten dann eine geeignete Grundlage für eine gutachtliche Unternehmensbewertung der Partnerunternehmen, die von KPMG zur Ermittlung der exakten und fairen Anteilsverhältnisse durchgeführt wurde.

Nach oben

Der Erfolg

Unsere Leistungen als Berater waren eine entscheidende Voraussetzung für die erfolgreiche Fusion. Ohne die Einbeziehung eines erfahrenen Beraters wären die Fusionsverhandlung aus Sicht der Partnerunternehmen sehr wahrscheinlich abgebrochen worden. KPMG konnte die gestellten Erwartungen mehr als erfüllen. Zum Erfolg der Fusion der Partnerunternehmen zu einem wettbewerbsfähigen Dienstleister in der Luftfahrtindustrie trugen unsere Spezialisten mit professioneller Verhandlungsunterstützung und profundem Bewertungsfachwissen bei.

Nach oben
Ansprechpartner

Stefan Schöniger

T +49 40 32015-5690
sschoeniger@kpmg.com

Partner

KPMG
Ludwig-Erhard-Str. 11-17
20459 Hamburg

Diese Seite bookmarken bei: