Abwechslungsreiche Aufgaben
Niklas Jansen (26) hat in Marburg und Madrid BWL studiert. Im Oktober 2010 stieg er als Trainee Advisory bei KPMG ein. Nach seiner Audit-Station entschied er sich für den Bereich Transaction Services in Düsseldorf und absolviert derzeit seine zweite Wahlstation im Corporate Finance M&A in Frankfurt.
Warum haben Sie sich für das Traineeprogramm Advisory bei KPMG entschieden?
Vor dem Einstieg habe ich verschiedene Trainee-Programme verglichen. In den Trainee-Programmen anderer Firmen geht es meistens um nur ein Produkt oder einen Markt, den man aus der Sicht unterschiedlicher Unternehmensbereiche kennenlernt. Bei KPMG gewinnt man dagegen in kurzer Zeit Einblick in ganz unterschiedliche Berufe: einmal in die Wirtschaftsprüfung und dann in die Unternehmensberatung, wobei diese Bereiche auch ganz unterschiedliche Anforderungen und Themenstellungen haben. In 18 Monate gewinnt man so einen umfangreichen Einblick in die Beratung von Unternehmen. Auch das umfangreiche Training- und Schulungsprogramm am Anfang gibt es so bei anderen Firmen nicht.
Wie war Ihr Eindruck von den Schulungen?
Das waren acht spannende und lustige Wochen, in denen ich viel gelernt und viel Zeit mit den anderen Trainees verbracht habe. Ob Buchhaltung oder Soft Skill-Training, fachlich sind die Kurse sehr gut und gehen auch in die Tiefe. Gut gefallen hat mir zum Beispiel das Präsentations-Training. Hierbei wird man mehrmals auf Video aufgezeichnet und bekommt Feedback, was man noch verbessern kann. Es war unglaublich, welche Sprünge manche hier in fünf Tagen gemacht haben! Im Kommunikationstraining ging es darum, wie man richtig zuhört und seine Botschaft richtigt adressiert. Am meisten mitgenommen habe ich wohl aus dem Speedreading-Training. In der Audit-Schulung in Schleiden bekam ich unter anderem einen intensiven Einblick in Rechnungslegung und IFRS - das konnte ich direkt bei der Arbeit anwenden.
Welche Aufgaben haben Sie als Trainee?
Während meiner Zeit im Audit habe ich Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen geprüft und bei rechnungslegungsnahen Themen beraten. In meiner Zeit im Bereich "Transaction Services" habe ich an mehreren Due Diligences mitgearbeitet. Außerdem habe ich ein internationales Unternehmen beim geplanten Verkauf des Deutschlandsgeschäfts beraten. Das war zwar anstrengend, aber auch spannend. Die Zusammenarbeit mit dem Mandanten war wirklich angenehm.
Was gefällt Ihnen an der Arbeit bei KPMG?
Die lockere Atmosphäre und der nette Umgang miteinander. Auch Partner kann man gleich duzen. Teamarbeit ist hier keine Floskel - man arbeitet tatsächlich viel zusammen. Die Aufgaben sind abwechslungsreich und fordernd und die Mandanten oftmals international, auch das finde ich reizvoll. Die Arbeitsbelastung ist schon hoch, aber man lernt auch sehr viel.
Würden Sie das Programm weiterempfehlen und wenn ja, wem?
Das Programm eignet sich für jeden, der sich gerne einen großen Überblick über verschiedene Beratungsbereiche verschaffen und sich danach für seinen Bereich entscheiden möchte. Durch die unterschiedlichen Berufsfelder und Anforderungen eignet es sich eigentlich für jeden, der sich in den ersten Jahren ein breites Wissen aneignen möchte.
Was sollte ein Bewerber mitbringen?
Das kommt auf den Bereich an, aber in der Regel eine Affinität zu Zahlen und Interesse an finanzwirtschaftlichen Fragen. Außerdem sollte man flexibel und reisebereit sein sowie Spaß an der Arbeit im Team haben. Gerade in der Wirtschaftsprüfung hat man viel Kundenkontakt, da kann es durchaus sein, dass man am ersten Tag vor einem Geschäftsführer steht und vor dem seine Meinung vertreten muss. Mir ist das gleich an meinem zweiten Tag passiert. Natürlich war ich nervös, aber das war eine gute Herausforderung. Die vorherige Schulung hat mir hier viel Sicherheit gegeben und ich hatte natürlich einen erfahrenen Kollegen, der mir zur Seite stand. Generell wird man als Trainee hier von allen Kollegen unterstützt und kriegt auf jede Frage eine Antwort.
Was ist der Vorteil eines Trainee-Programms im Vergleich zum Direkteinsteig?
Durch den engen Kontakt zu den anderen Trainees und durch den Wechsel der Bereiche baut man sich ein großes Netzwerk innerhalb der Firma auf, auch über die eigene Niederlassung hinweg - das bietet ein Direkteinstieg nicht so in dieser Form. In der Schulungsphase haben sich auch viele Partner und Manager persönlich bei uns vorgestellt.
Welche Tipps können Sie Bewerbern geben?
Man sollte sich nicht verstellen. Insgesamt sollte man sich nicht zu viele Sorgen machen, hier reißt einem niemand den Kopf ab. Vielleicht sollte man sich noch mal aktuelle Themen in der Branche angucken und noch mal das Unternehmensbewertungsbuch unters Kopfkissen legen. Es schadet auch nicht, sich mit KPMG und den Service Lines beschäftigt zu haben. Die Leute im Assessment Center empfand ich als ehrlich und angenehm und ihr Feedback deckte sich mit meiner Selbstwahrnehmung.
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