up down

Automotive

Ein Blick hinter die Kulissen: KPMG-Partner Thomas Rodemer berichtet über Trends bei Automotive und über Chancen für Berufseinsteiger.

Wie würden Sie die Branche beschreiben?
Unter Automobilfertigung ist die industrielle Herstellung von Automobilen zu verstehen. Insgesamt ist die Automobilproduktion kapital- und personalintensiv, da sowohl umfangreiche Produktionsanlagen als auch zahlreiche Mitarbeiter für die Herstellung eines Automobils notwendig sind. Die Serienfertigung der Automobile erfolgt meistens in einer Linienfertigung mit hohem Automatisierungsgrad, dieser variiert in Abhängigkeit von der geplanten Produktionsmenge.

Da die Automobilhersteller nicht alle Bauteile für die Serienfertigung selbst herstellen, sondern diese von Zulieferern beziehen und teilweise auch von diesen entwickeln lassen, kann die Automobilindustrie in zwei Gruppen unterteilt werden, die Automobilhersteller (OEMs) und die Zulieferer (Supplier). Die Rolle der Zulieferer hat sich mitunter vom „schlichten Zulieferer" zum Systemlieferanten gewandelt.

Insgesamt lassen sich die Automobilhersteller und Zulieferer folgendermaßen definieren und beispielhaft beschreiben:

  • Zu den OEMs gehören die Kraftfahrzeughersteller wie Daimler, BMW, Toyota, VW, Porsche, MAN, Opel usw.
  • First-Tier-Supplier sind Modul-/Systemlieferanten wie beispielsweise Continental, Bosch, Delphi. Diese Modul-/und Systemlieferanten stehen dabei grundsätzlich im direkten Kontakt mit dem OEM. Sie integrieren und koordinieren die Produktionsprozesse der Second-Tier-Supplier.
  • Second-Tier-Supplier sind Baugruppenlieferanten, die in erster Linie an die 1st-Tier-Supplier liefern. Darüber hinaus werden von 1st-Tier-Suppliern vermehrt auch Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf die Baugruppen auf die 2nd-Tier-Supplier übertragen.
  • Third-Tier-Supplier sind Einzelteilelieferanten, die im wesentlichen an die First- oder Second-Tier-Supplier liefern.

Lesen Sie Teil 2 des Interviews mit KPMG-Partner Thomas Rodemer